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In 6 Schritten zu KI-sicheren Unternehmensvideos für Schweizer KMU

Schützen Sie Ihr Unternehmen vor Deepfakes und KI-generierten Videos: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für Schweizer KMU, praxisnah und datensicher.

Abstraktes Titelbild mit digitalen Videoinhalten, Schloss und Schweizer Kreuz – Symbol für KI-Sicherheit bei Unternehmensvideos.

Immer mehr Schweizer Unternehmen produzieren Videos für Marketing, Kommunikation oder interne Schulungen. Gleichzeitig warnt das NCSC vor neuartigen Risiken durch KI-generierte und interaktive Videos – sie lassen sich schwerer erkennen und bergen Gefahren für Reputation und Sicherheit. Mit dieser Anleitung sichern Sie Ihre Unternehmensvideos KI-fest ab und minimieren Risiken gezielt.

Warum sollten Schweizer KMU jetzt handeln?

Die Verfügbarkeit von KI-Tools für Videoerstellung und -manipulation steigt rasant. Ob gefälschte Interviews, manipulierte Testimonial-Clips oder Deepfakes von Führungskräften: Der gezielte Einsatz kann zu Vertrauensverlust, rechtlichen Problemen oder finanziellen Schäden führen. Die Schweiz arbeitet bereits an einem Rechtsrahmen, doch der Schutz beginnt beim Unternehmen selbst.

Schritt 1: Bewusstsein im Team schaffen

  • Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmässig zu den Möglichkeiten und Risiken von KI-generierten Videos.
  • Nutzen Sie aktuelle Sensibilisierungsmaterialien, zum Beispiel die Sommerserie des NCSC.
  • Tipp: Zeigen Sie echte Beispiele (z. B. KI-generierte CEO-Botschaften) und lassen Sie Ihr Team üben, diese zu erkennen.

Schritt 2: Klare Standards für Videoproduktion definieren

  • Legen Sie fest, wer im Unternehmen Videos veröffentlichen darf und über welche Kanäle.
  • Dokumentieren Sie, welche Tools zur Videobearbeitung zugelassen sind (z. B. keine anonymen KI-Plattformen ohne Schweizer Datenschutz).
  • Verankern Sie ein Vier-Augen-Prinzip für die Freigabe aller extern veröffentlichen Videos.

Schritt 3: Herkunft und Authentizität kennzeichnen

  • Fügen Sie jedem offiziellen Unternehmensvideo ein sichtbares Wasserzeichen oder ein digitales Siegel hinzu.
  • Nutzen Sie – wenn möglich – Provenienz-Technologien, wie Content Credentials, die erkennen lassen, ob und wie KI zum Einsatz kam.
  • Halten Sie Rohmaterialien sicher vor und archivieren Sie Originaldateien intern für den Nachweis im Zweifelsfall.

Schritt 4: KI-Erkennung einsetzen

  • Integrieren Sie regelmässig KI-Erkennungstools, um eigene und fremde Videoinhalte zu prüfen, bevor sie veröffentlicht oder weitergeleitet werden.
  • Empfehlenswerte Tools berücksichtigen Schweizer Datenschutz und lassen sich in bestehende Arbeitsabläufe (z. B. DAM-Systeme) integrieren.
  • Prüfen Sie verdächtige Videos stichprobenartig und bei jeder ungewöhnlichen Anfrage besonders sorgfältig.

Schritt 5: Melde- und Reaktionsprozesse festlegen

  • Definieren Sie interne Abläufe, wie und an wen Mitarbeitende verdächtige Videos oder Deepfakes melden.
  • Legen Sie Verantwortliche für die Bewertung und Kommunikation im Krisenfall fest (z. B. IT, Kommunikation, Geschäftsleitung).
  • Erarbeiten Sie Kommunikationsbausteine für externe Partner oder Medien, falls Fälschungen im Umlauf sind.

Schritt 6: Regelmässige Kontrolle und Anpassung

  • Überprüfen Sie mindestens halbjährlich Ihre Standards und Tools auf Aktualität – KI-Methoden entwickeln sich rasant weiter.
  • Beziehen Sie aktuelle Empfehlungen des NCSC und neuer Schweizer Regulierungsinitiativen (BAKOM, Bundeskanzlei) ein.
  • Nutzen Sie Feedback aus dem Team, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Prozesse zu verbessern.

Fazit:

Mit klaren Prozessen, technischer Erkennung und regelmässiger Sensibilisierung schützen sich Schweizer KMU proaktiv gegen die Risiken von KI-generierten Videos. Wer jetzt handelt, stärkt die eigene Vertrauenswürdigkeit – und ist für kommende gesetzliche Vorgaben rund um KI bestens vorbereitet.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich als KMU verdächtige KI-generierte Videos?

Achten Sie auf unnatürliche Bewegungen, inkonsistente Stimmen oder Bildfehler. Nutzen Sie ergänzend spezialisierte KI-Erkennungstools, die auch Schweizer Datenschutzvorgaben berücksichtigen.

Welche Tools eignen sich zur Deepfake-Erkennung für Schweizer Unternehmen?

Setzen Sie Tools ein, die eine lokale Verarbeitung ermöglichen oder auf Schweizer Servern laufen. Prüfen Sie Anbieter wie Pimeyes, Amber Video oder Schweizer KI-Lösungen mit Provenienz-Nachweis.

Welche Daten- und Rechtsschutzaspekte muss ich bei Videos beachten?

Nutzen Sie datenschutzkonforme Tools, achten Sie auf Schweizer Standards und speichern Sie alle Originalmaterialien sicher, um Authentizität jederzeit belegen zu können.

Was tun, wenn ein Deepfake-Video über das eigene Unternehmen im Umlauf ist?

Sofort interne Stellen und ggf. das NCSC informieren, Authentizität prüfen, externe Partner und Kunden aktiv informieren und technische Beweise sichern.

Wie kann ich mein Team für KI-Video-Risiken sensibilisieren?

Organisieren Sie regelmässige Schulungen, zeigen Sie aktuelle Deepfake-Beispiele und bieten Sie einen klaren Meldeweg für verdächtige Inhalte an.

Quellen

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